Priorität 4

CLLD Regionale Entwicklung auf lokaler Ebene

Priorität 4 Interreg Italien Österreich. CLLD Lokale Entwicklung. Eine Gruppe von Ameisen bildet eine Brücke von einem Blatt zum anderen.

Ein etwas anderer Ansatz

Was ist CLLD?

Die vierte Priorität unterscheidet sich von den anderen vor allem durch die Art des partizipativen Ansatzes. CLLD (Community Led Local Development) bedeutet wörtlich übersetzt „von der Gemeinschaft geführte lokale Entwicklung“ und bezeichnet eine „Bottom-up“-Methode der lokalen Entwicklung, bei der die Bürgerinnen und Bürger eng in die Gestaltung der Aktivitäten und Entscheidungsprozesse einbezogen werden.

Auf diese Weise wird die Mitbestimmung gestärkt und die Randgemeinden werden zum Mittelpunkt und zur Quelle von Initiativen zur Aufwertung des unmittelbaren Grenzgebiets.

Interreg V Italien-Österreich war ein Vorreiter für diesen Ansatz im Zeitraum 2014-2020, da es das einzige Programm in Europa war, das diesem Ansatz Priorität einräumte. Da sich dieses Konzept bewährt hat, wurde beschlossen, es 2021-2027 fortzuführen.

Im Rahmen des CLLD-Programms werden Klein- (bis zu 50.000) und Mittelprojekte (bis zu 200.000) in vier grenzübergreifenden Entwicklungsstrategien welche für vier ausgewählte Gebiete definiert wurden (siehe unten: CLLD-Gebiete), finanziert. Dies ermöglicht sehr viel gezieltere Interventionen , die auf die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung abgestimmt sind. Im Programmplanungszeitraum 2014-2020 wurden etwa 200 CLLD-Projekte mit einem Gesamtwert von rund 11,2 Mio. EUR finanziert.

Die Aufrufe zur Einreichung von Projekten im Open-Call-System werden auf den jeweiligen Websites der vier grenzüberschreitenden Strategien veröffentlicht: Terra Raetica, Wipptal, Dolomiti Live und HEurOpen.

Priorität 4 Interreg Italien Österreich. CLLD Lokale Entwicklung. Gruppe von Menschen in einem Kreis. @Credits by Shutterstock, Inc.

Die Aufgabe der CLLD besteht darin, einen gemeinsamen Dialog zu gewährleisten, um Hindernisse zu identifizieren und Lösungen zu finden, die Grenzen überschreiten und die Erschließung gemeinsamer Potenziale ermöglichen. Dies geschieht mit dem Ziel, die Integration zu stärken und eine integrierte soziale, wirtschaftliche und ökologische Entwicklung sowie das kulturelle Erbe auf lokaler Ebene zu fördern.

Die CLLD-Gebiete legen ihre Interventionsbereiche selbständig fest, indem sie die für sie charakteristischen Bedürfnisse und Vorschläge „aus der Bevölkerung“ sammeln. Die Prioritäten der CLLD-Gebiete stehen in direktem Zusammenhang mit den Prioritäten der Europäischen Union und finanzieren Initiativen, die auf die Bedürfnisse der Gebiete eingehen, die nur von lokalen Akteuren definiert werden können. Zu den abgedeckten Bereichen gehören Tourismus, Kultur, Mehrsprachigkeit und die Förderung von „Smart Villages“ oder „intelligenten Dörfern“.

Die Hauptbegünstigten innerhalb der CLLD-Gebiete sind die zahlreichen Akteure vor Ort, die Maßnahmen zu den in der territorialen Strategie festgelegten Themen ergreifen können: von Naturschutzverbänden bis hin zu kleinen Unternehmen, von lokalen Behörden bis hin zu Forschungszentren, von Bildungseinrichtungen bis hin zu kulturellen Vereinigungen usw.

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Zu den Dokumenten

Grenzübergreifende Strategien

CLLD-Gebiete

Die Entwicklungsstrategien decken vier verschiedene geografische Gebiete ab und sind jeweils auf die spezifischen Bedürfnisse des betreffenden Gebiets ausgerichtet. Sie werden durch die Tätigkeit der LAGs (Lokale Aktionsgruppen) umgesetzt, die das wichtigste Koordinierungs- und Umsetzungselement der Strategien darstellen.

4

GEBIETE

der Zusammenarbeit

17.000

KM²

Fläche

480

TSD

Einwohner

Fokus Projekte

Erfolgsgeschichten

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