Eine Brücke für Europa

Das europäische Interreg-Programm

Die territoriale Zusammenarbeit in Europa, auch bekannt als Interreg, ist ein Instrument zur Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung durch die Überwindung grenzüberschreitender Hindernisse zwischen Staaten und Regionen.

Programm Interreg. Gruppe von lächelnden Menschen bei der Arbeit mit PCs.

Interregionale Zusammenarbeit

Was ist Interreg?

Interreg ist ein von der Europäischen Union (EU) kofinanziertes Programm für territoriale Zusammenarbeit, das die 27 Mitgliedstaaten, die Schweiz und Norwegen umfasst.

Das Programm wurde mit dem in der Kohäsionspolitik der EU verankerten Ziel geschaffen, wirtschaftliche und soziale Ungleichheiten innerhalb des europäischen Territoriums auszugleichen, um eine harmonische und nachhaltige regionale Entwicklung sowie den europäischen Zusammenhalt und die Wettbewerbsfähigkeit zu fördern.

In diesem Sinne ist Interreg das Hauptinstrument zur Umsetzung der Kohäsionspolitik, die in den Artikeln 174-178 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) aufgeführt und vorgesehen ist.

Die Union entwickelt und verfolgt weiterhin ihre Politik zur Stärkung ihres wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalts, um eine harmonische Entwicklung der Union als Ganzes zu fördern. Art. 174 AEUV

Das ABC der territorialen Zusammenarbeit

Um die territoriale Zusammenarbeit in Europa zu fördern, ist das Interreg-Programm in drei Bereiche gegliedert:

Ein Stück Geschichte

Die Anfänge des Programms

Im Verlauf seiner mehr als 20-jährigen Geschichte hat das Programm mehr als 800 Kooperationsprojekte durchgeführt, an denen über 2.000 Organisationen beteiligt waren.

1990

In den 1990er Jahren ruft die Europäische Kommission die Europäische Territoriale Zusammenarbeit (ETZ) ins Leben, und die ersten Versuche der Zusammenarbeit zwischen Grenzregionen folgen.

Zunächst konzentriert sich die grenzübergreifende Zusammenarbeit auf die Binnengrenzen der EU (Interreg I).

1994

Mit Interreg II wird das Programm auch auf Grenzen außerhalb der EU ausgeweitet.

1997

Ein neuer Breich von Interreg, später Interreg B genannt, wird ins Leben gerufen, welche der transnationalen Zusammenarbeit gewidmet ist.

2000

Interreg III wird ins Leben gerufen und der Bereich C wird geschaffen, um die Unterstützung für die interregionale Zusammenarbeit zu konsolidieren. Im Rahmen von Interreg IIIC werden vier Programme entwickelt, die zunächst nach geografischen und später nach thematischen Gebieten unterteilt wurden.

Insgesamt werden aus den Interventionsbereichen nun drei: A. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit; B. Transnationale Zusammenarbeit; C. Interregionale Zusammenarbeit.

2006

Eine neue EG-Verordnung über „Europäische Verbünde für territoriale Zusammenarbeit“ (EVTZ) wird verabschiedet, um die interne territoriale Zusammenarbeit auf eine solidere und homogenere Rechtsgrundlage zu stützen.

2014

Für den Programmzyklus 2014-2020 wird eine spezifische Verordnung über die aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) geförderten Maßnahmen der territorialen Zusammenarbeit erlassen.

Um die thematische Fokussierung der Kooperationsmaßnahmen und ihre Ergebnisorientierung zu verbessern, wird festgelegt, dass die Interreg-Programme mindestens 80 % des Budgets in bis zu vier thematische Ziele investieren müssen, die den Europäischen Strukturfonds (EIS) entsprechen.

2021

Mit Interreg VI will die Europäische Kommission die Programme vereinheitlichen, die thematische Konzentration stärken und die „grüne Transformation“ beschleunigen.

Italienisch-österreichische Zusammenarbeit

Was ist Interreg Italien-Österreich?

Das Programm Interreg Italien-Österreich unterstützt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Grenzgebiet zwischen Italien und Österreich.

Das Programmgebiet Interreg IT-AT

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@Credits by Abteilung Europa, Autonome Provinz Bozen - Südtirol
Daten zum Programm Interreg @Credits by Abteilung Europa, Autonome Provinz Bozen - Südtirol
Berge mit Wolken @Credits by Envato Elements Pty Ltd.

Interreg IT-AT

2021-2027

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Europäische Gesetzgebung

Interreg - Der europäische Rahmen

Das Programm Interreg Italien-Österreich ist Teil der europäischen Regionalpolitik (Kohäsionspolitik), die die wichtigste Investitionspriorität der EU darstellt. Mit dieser Politik will die EU die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Wettbewerbsfähigkeit, das Wirtschaftswachstum, die nachhaltige Entwicklung und die Verbesserung der Lebensqualität fördern, ohne dabei irgendeine Region zu benachteiligen. Andererseits sollen die Mitgliedsländer dabei unterstützt werden, eine breite Vielfalt von EU-Zielen zu erreichen, die beispielsweise im Europäischen Green Deal enthalten sind.

Darüber hinaus arbeiten Interreg-Programme im Einklang mit ebenjenen makroregionalen Strategien. Diese wurden definiert, um die gemeinsamen Herausforderungen von eng miteinander verbundenen Gebieten, den so genannten „Makroregionen“, anzugehen. Im Fall von Interreg Italien-Österreich ist die wichtigste die EU-Strategie für den Alpenraum (EUSALP), die seit 2015 als gemeinsame Initiative von sieben Alpenstaaten – Österreich, Frankreich, Italien, Deutschland, Slowenien, Liechtenstein und der Schweiz – besteht.

Regionalpolitik

Die Regionalpolitik ist die wichtigste Investitionspolitik der EU.

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Kohäsionspolitik 2021-2027

Die Kohäsionspolitik stärkt den wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt in der EU.

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Kohäsionsbericht

Der Bericht bewertet den wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt in der EU.

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European Green Deal

Der Europäische Green Deal zielt darauf ab, die EU in eine moderne, effiziente und wettbewerbsfähige Wirtschaft zu verwandeln.

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Territoriale Agenda 2030

Die Territoriale Agenda 2030 bietet einen handlungsorientierten Rahmen zur Förderung des territorialen Zusammenhalts in Europa.

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Makroregionale Strategien

Die Strategien ermöglichen eine bessere Zusammenarbeit in den Makroregionen.

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EUSALP

Die Makro-Strategie für den Alpenraum.

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