2007-2013

Interreg IV-A Italien-Österreich

Interreg Italien Österreich IV Programm 2007-2013
@Credits by Department Europe, Autonomous Province of Bolzano - South Tyrol

Programmzeitraum 2007-2013

Das Interreg IV-A Italien-Österreich Programm (2007-2013) zielte darauf ab, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in wirtschaftlichen, sozialen und umweltbezogenen Bereichen zwischen Italien und Österreich zu stärken.

Mit einem Budget von rund 80 Millionen Euro, das aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und nationalen Mitteln bereitgestellt wurde, verfolgte das Programm das Ziel, eine nachhaltige und harmonische Regionalentwicklung zu fördern.

Prioritäten

Das Programm setzte auf zwei Hauptprioritäten sowie technische Hilfe zur Unterstützung der administrativen Abläufe.

Das Programmgebiet

Das Kooperationsgebiet umfasste sechs Grenzregionen in Italien und Österreich:

In Italien die Autonome Provinz Bozen-Südtirol, Teile der Regionen Venetien (Provinz Belluno) und Friaul-Julisch Venetien.

In Österreich umfasste das Gebiet die Länder Kärnten, Tirol und Salzburg. Zudem konnten angrenzende Gebiete durch die Flexibilitätsklausel ebenfalls in Projekte einbezogen werden.

Karte des Interreg Italien Österreich V Programmgebiets 2014-2020. @Credits by Interreg IT- AT

Andere Dokumente 2007-2013

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Kooperationsprogramm Interreg IV-A Italien-Österreich 2007-2013

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Andere Dokumente 2007-2013

2007-2013

Best Practice Interreg IV

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Unsere Resultate

Insgesamt wurden 133 Projekte im Rahmen von 6 Aufrufen gefördert, davon 61 in der ersten Priorität und 72 in der zweiten Priorität. Das Budget des Programms war folgendermaßen aufgeteilt: Priorität 1: 27,8 Millionen Euro, Priorität 2: 32,3 Millionen Euro, Technische Hilfe: 2,9 Millionen Euro. Insgesamt wurden während des Programmzeitraums ca. 84 Millionen Euro an Fördermitteln zertifiziert, wovon 57 Millionen Euro direkt an die Begünstigten ausgezahlt wurden. Im abschließenden Durchführungsbericht wurde festgestellt, dass die festgelegten Indikatoren und Zielwerte größtenteils erreicht oder übertroffen wurden. Besonders positiv wird die Schaffung von 276 neuen Arbeitsplätzen bewertet, von denen mehr als die Hälfte Frauen zugutekam. Auch in der Qualifizierung von über 5.000 Personen zeigte das Programm deutliche Erfolge.

Insgesamt stärkte das Programm die wirtschaftlichen Beziehungen, insbesondere durch die Unterstützung von KMU und die Förderung von Innovationsprojekten. Im Bereich Umweltschutz konnten wertvolle Maßnahmen zur Biodiversität und zur Prävention von Naturgefahren umgesetzt werden. Das Programm legte den Grundstein für zahlreiche nachhaltige Initiativen und trug zur Überwindung administrativer Barrieren bei. Die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Akteuren auf beiden Seiten der Grenze führte zu langfristigen Partnerschaften, die bis heute bestehen.

133

finanzierte Projekte

350

beteiligte Partner

80 Mio. €

investierte Fördermittel

@Credits by Department Europe, Autonomous Province of Bolzano - South Tyrol

CLLD: Ein neuer Ansatz

Das Interreg IV-A Italien-Österreich Programm (2007-2013) legte den Grundstein für den CLLD-Ansatz (Community-Led Local Development) durch die verstärkte grenzüberschreitende Integration an der unmittelbaren Grenze. Besonders die 3 INTERREG-Räte „Terra Raetica“, „Wipptal“ und „Dolomiti Live“ trugen maßgeblich zur Festigung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bei. Die regionalen Akteure erkannten den Mehrwert dieser Kooperation, was sich in einer intensiveren Zusammenarbeit in diesen Gebieten widerspiegelte.

Durch die INTERREG-Räte wurde das Bewusstsein für die Notwendigkeit und den Mehrwert der grenzüberschreitenden Kooperation auf lokaler Ebene gestärkt. Diese spielten eine aktive Rolle in der Projektentwicklung und trugen mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit zur positiven Wahrnehmung des Programms bei. Der erstmals eingeführte Kleinprojektefonds erleichterte den Zugang zu Förderungen für kleinere, grenzüberschreitende Projekte. Die erfolgreichen Kooperationen führten zur Entwicklung des CLLD-Ansatzes, der im Interreg V-A Programm ab 2015 formell umgesetzt wurde. Dieser Ansatz förderte die grenzüberschreitende lokale Zusammenarbeit auf einer klaren strategischen Basis, was die Effizienz der Projekte in den Grenzregionen weiter intensivierte. Das Interreg V-A Italien-Österreich Programm setzte als einziges grenzüberschreitendes Programm in der Förderperiode 2014-2020 den CLLD-Ansatz um, um die Arbeit der INTERREG-Räte weiter aufzuwerten und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit auf lokaler Ebene nachhaltig zu stärken.

Erfolgsstories

Hier finden Sie einige der Projekte, die ihre Ziele sehr gut erreicht haben und als Vorbild für aktuelle und zukünftige Interreg-Begünstigte dienen können.

 

@Credits by AlpenGenuss

Regionalität als Mehrwert für die Landwirtschaft und den Tourismus

AlpenGenuss / Sapori Alpini

Indem man im Rahmen eines länderübergreifenden Projektes landwirtschaftliche und gastronomische Traditionen wiederentdeckt, schafft man neue Möglichkeiten in den Bereichen Landwirtschaft, Tourismus und Handel. Dies ist der Ausgangspunkt für das Projekt AlpenGenuss, eine Initiative, welche die länderübergreifende Zusammenarbeit verstärkt und vier Regionen verbindet: Die Autonome Provinz Bozen, Belluno, Osttirol und Pinzgau/Salzburg.

Welche Strategien kommen zum Einsatz, um die Beziehungen zwischen angrenzenden Gebieten zu verbessern? Wie erhöht man die Wettbewerbsfähigkeit der ortstypischen Aktivitäten? Das Projekt sucht auf diese Fragen eine Reihe von Initiativen, welche sich auf die Aufwertung der Produkte und der Traditionen konzentrieren. Als Anhaltspunkt für die Entwicklung von Qualitätstourismus dient die traditionelle Identität, sie fußt auf der Wiederentdeckung der Traditionen in den Bereichen Gastfreundlichkeit, soziales Leben, Gastronomie und Tierhaltung.

 

Die ökologische Nachhaltigkeit erschließt sich aus der Wiederentdeckung des Wissens um die funktionale Nutzung der Lebensmittel und Umweltressourcen. Umweltbewusstsein und Respekt vor der alpinen Landschaft sowie wirtschaftliche Entwicklung garantieren den Schutz der Kultur und der Traditionen. Im Rahmen des Projektes wurde ein interessantes interregionales Kochbuch, eine digitalisierte Google-Landkarte der teilnehmenden Gebiete und zweisprachige Lehrmittel für Schulen in den Bereichen Landwirtschaft und Gastronomie veröffentlicht.

Partner: Abteilung 22 Land-, forst- und hauswirtschaftliche Berufsbildung, Dienst der landwirtschaftlichen Entwicklung, Landwirtschaftskammer Tirol, Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen

EFRE-Mittel: 690.659,78 €

Wahrnehmung des Risikos und der Nachhaltigkeit im Alpe Adria Bergland

P.Ri.S.M.A.

Lawinen, Brände, Erdbeben, Überschwemmungen. Viele und vielfältige naturbedingte Risiken prägen das Grenzgebiet Friaul-Kärnten. Wie nehmen Kinder und Jugendliche, die in diesen Gegenden leben, diese Risiken wahr? Ist bei ihnen eine Kultur der Prävention und des Naturschutzes gesellschaftlich verankert? Dieses Projekt wurde ins Leben gerufen, um auf diese Fragen zu antworten. Zudem soll den Kindern und Jugendlichen Wissen über die Naturkatastrophen und deren Prävention vermittelt werden. So entstand ein Ratgeber zur Risikovorbeugung für Kinder, der von den Kindern selbst gestaltet wurde. Er entstand während des Unterrichts im Klassenzimmer, beim Sammeln praktischer Erfahrungen und im Rahmen von Workshops.

Das Projekt P.Ri.S.M.A wurde also in der Schule initiiert, genauer gesagt in der Gesamtschule “I. Bachmann“ in Tarvis. Kinder, Lehrpersonen und Schulpersonal untersuchten die natürlichen Risiken im Berggebiet Alpe Adria. Um den jungen Menschen die Kultur und Idee der Prävention näherzubringen, wurde ein didaktisches Programm entwickelt: Im Anschluss an den Unterricht unternahmen die Klassen Ausflüge in die Natur, wo sie die Praxis der Prävention kennenlernten, mit dem Ziel, das im Klassenzimmer Gehörte vor Ort kennenzulernen und zu begreifen.

@Credits by P.Ri.S.M.A.

Abgeschlossen wurde das Projekt mit Workshops, bei denen die Schüler in Gruppenarbeiten das Gelernte in etwas Konkretes umwandelten. So entstand ein origineller und nützlicher didaktischer Risikoratgeber, der in jeglichem Gebiet in oder außerhalb der Region einsetzbar ist.

Partner: Istituto Omnicomprensivo Tarvisio, Kornerschule Klagenfurt, Università degli Studi di Udine

EFRE-Mittel: 150.758,00 €