CLLD und die Jugend
Zukunft vor Ort gestalten: Wie der CLLD-Ansatz die Jugend in der Grenzregion stärkt
Im Programm Interreg Italien-Österreich ist der „Community-Led Local Development“ (CLLD) Ansatz ein zentrales Instrument, um die Entwicklung direkt in den lokalen Gemeinschaften zu verankern. Dieser Bottom-up-Ansatz erweist sich als besonders wirksam, um auf die Bedürfnisse junger Menschen einzugehen und ihre aktive Beteiligung zu fördern. Die Initiativen decken ein breites Spektrum ab – von politischer Bildung über soziale Inklusion bis hin zur Stärkung der regionalen Identität. Ob in der Vergangenheit oder in laufenden Projekten, die Beispiele aus den vier CLLD-Gebieten des Programms zeigen die Bandbreite der Jugendförderung:
- Im Gebiet Dolomiti Liveförderten Projekte wie der „Sommercampus“ den Austausch zwischen Kindern über die Grenze hinweg durch gemeinsame Feriencamps. Das aktuelle Projekt „Demokratie: hin zu verantwortungsvollen Bürger:innen – Wissen und Beteiligung“ gibt jungen Menschen durch interaktive Formate die Werkzeuge an die Hand, um sich aktiv mit Politik auseinanderzusetzen, während das Projekt „Grenzen überwinden“ Schulpartnerschaften durch kreative Workshops stärkt.
- Im Gebiet Terra Raetica unterstützen Projekte wie „Aufwind“ und „Horizont2“ Jugendliche in schwierigen Lebenslagen mit gezielten erlebnispädagogischen Angeboten und Lerncafés; das Projekt „Volontariat im Zivilschutz“ vernetzt junge Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren grenzüberschreitend. Das bereits abgeschlossene Projekt „MoJa“ baute die mobile Jugendarbeit aus, um junge Menschen direkt in ihrem Lebensumfeld zu erreichen.
- Im Wipptal machte das Projekt „Zeitreise.Schätze.Wipptal“ die gemeinsame Geschichte des Tals für Jugendliche erlebbar. Das Projekt „Grenzenlos spielen“ wiederum brachte verschiedene Generationen und Herkünfte bei gemeinsamen, pädagogisch begleiteten Spieletreffen zusammen, um spielerisch Barrieren zu überwinden.
- Im Gebiet HEurOpenbrachten Projekte wie „BIKE FUN IST (S)C(H)OOL!“ Schülerinnen und Schüler aus Kärnten und Friaul zusammen. Bei gemeinsamen Erlebnistagen erkundeten sie per Fahrrad die Nachbarregion und bauten so persönliche Beziehungen auf, die über den Schulalltag hinausgehen.
Diese Beispiele zeigen, dass der CLLD-Ansatz es ermöglicht, flexibel und bedarfsgerecht auf die Themen zu reagieren, die junge Menschen bewegen und ihnen so die Möglichkeit gibt, ihre eigene Zukunft aktiv mitzugestalten.