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CLLD-Projektauswahl in der Terra Raetica

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Kürzlich wurden 17 neue, grenzüberschreitende Projekte im Terra Raetica-Gebiet genehmigt. Doch wie werden solche Vorhaben eigentlich ausgewählt? Die Entscheidungsfindung folgt dem CLLD-Ansatz, der Entscheidungen nicht „von oben herab“ trifft, sondern die Menschen vor Ort ins Zentrum stellt.

Die Grenzregionen im Dreiländereck Italien, Österreich und Schweiz arbeiten im Rahmen der Entwicklungsstrategie Terra Raetica zusammen. Zu den bisher 31 erfolgreichen Klein- und 6 Mittelprojekten gesellen sich nun 17 weitere, die vom Projektauswahlgremium genehmigt wurden. Sie decken ein breites Spektrum ab: von Biodiversität, Naturschutz und Landwirtschaft über Kulturgeschichte und Tourismus bis hin zu Frauenförderung, Mobilität, Sport, Bildung und Digitalisierung.

So funktioniert die Entscheidungsfindung: Dass diese Vorhaben so exakt auf die Bedürfnisse der Region zugeschnitten sind, liegt in der Natur der Sache – genauer gesagt am Prinzip CLLD (Community-Led Local Development, von der örtlichen Bevölkerung betriebene lokale Entwicklung). Dieser Ansatz setzt auf die aktive Einbindung der lokalen Bevölkerung und ermöglicht dadurch nachhaltige und maßgeschneiderte Lösungen.

Wie das in der Praxis aussieht, zeigte sich bei der jüngsten Sitzung des Interreg-Rates im Vinschgau (Latsch). Das Entscheidungsgremium, bestehend aus Bezirkspräsidenten und lokalen Vertreterinnen und Vertretern der Partnerregionen sowie der Europaregion Tirol–Südtirol–Trentino bewertet nicht nur anonyme Anträge. Der Rat bietet den Projektträgern vielmehr eine direkte Plattform, ihre Ideen persönlich vorzustellen und gemeinsam zu diskutieren.

Die Sitzung unter dem Vorsitz von Andreas Tappeiner (Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung Vinschgau) bewies ein weiteres Mal den hohen Wert dieses partizipativen Modells. Dass das Prinzip der lokalen Verankerung hervorragend funktioniert, betont auch Sebastian Vicoli, Bereichsleiter des Interreg-Programms Terra Raetica beim Regionalmanagement Landeck: „Die Motivation und die Begeisterung der Projektträger ist unglaublich. Diese bekommt man, glaube ich, top-down gar nicht in dieser Weise hin. Das ist wirklich etwas Besonderes.“

Verfasst von Judith Scarizuola

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Seite aktualisiert am 28.05.2026