Priorität 4
CLLD-Gebiete

Grenzübergreifende Strategien
CLLD-Gebiete
Die Entwicklungsstrategien decken vier verschiedene geografische Gebiete ab und sind jeweils auf die spezifischen Bedürfnisse des betreffenden Gebiets ausgerichtet. Sie werden durch die Tätigkeit der LAGs (Lokale Aktionsgruppen) umgesetzt, die das wichtigste Koordinierungs- und Umsetzungselement der Strategien darstellen.
Gebiet I
TERRA RAETICA
Terra Raetica war in der Römerzeit die Bezeichnung für die Kulturgemeinschaft verschiedener Völker im Alpenraum. Heute zielt die Entwicklungsstrategie Terra Raetica darauf ab, die Regionen im Dreiländereck zwischen Österreich, Italien und der Schweiz wieder näher zusammenzubringen.
Im Rahmen von Interreg sind die Regionen Imst, Landeck, Vinschgau und Nationalpark durch eine Kooperation vereint, die mit dem Projekt CMAREMA (2000-2006) begann. Sie wurde später mit der Gründung des Interreg Terra Raetica Council im Rahmen von Interreg IV-A (2007-2013) vertieft, welches den Grundstein für das CLLD-Gebiet legte.
Die Hauptziele der Strategie, die offiziell im Rahmen von Interreg VI definiert wurden, sind:
- Intelligentes Wachstum: Förderung von Bildung, Innovation und Verbesserung der Qualität des grenzüberschreitenden Tourismus.
- Nachhaltiges Wachstum: mehr Nachhaltigkeit im Umgang mit Kultur, Natur, Energie, Mobilität, Klimawandel und Ökosystemen.
- Integratives Wachstum: Förderung von Gesundheit und Chancengleichheit sowie von sozialen Belangen.
Partner: RegioL – Regionalmanagement Bezirk Landeck ( Lead Partner), Regionalmanagement Bezirk Imst (Partner 1); Bezirksgemeinschaft Vinschgau (Partner 2); PEB – Pro Engiadina Bassa – Wirtschaftsforum Nationalparkregion (Associate Partner).
Gebiet II
WIPPTAL
Der Name Wipptal leitet sich vom lateinischen Vipitenum ab, das aus einem alten römischen Straßenverzeichnis stammt. Zunächst bezog sich der Name nur auf die Gebiete um Sterzing, ab dem 15. Jahrhundert wurde er jedoch für das heutige Wipptal verwendet. Es erstreckt sich entlang des Alpenhauptkamms vom Bergisel Sill im Norden bis zum Fort Fortezza im Süden und umfasst zwölf Gemeinden. Nach der Gründung des Interreg-Wipptal-Rates im Jahr 2008 wurde das Wipptal zu einem grenzüberschreitenden Kooperationsraum. Im Rahmen von Interreg IV (2007-2013) wurde eine Vielzahl von Kleinprojekten realisiert und auf Basis dieser positiven Erfahrungen haben die Akteure 2014 eine grenzüberschreitende Entwicklungsstrategie erarbeitet.
Die Hauptziele der Strategie sind:
- Intelligentes Wachstum: Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und Digitalisierung in der Land- und Forstwirtschaft, der Wirtschaft und im Tourismus.
- Nachhaltiges Wachstum: Schutz der Umwelt und der biologischen Vielfalt und Verbesserung der Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel in den Bereichen natürliche Umwelt, Schutz und Pflege der Landwirtschaft, Verkehr und öffentliche Mobilität, Gemeinden und öffentliche Verwaltung.
- Integratives Wachstum: Verbesserung des Gesundheits- und Sozialwesens, Bildung, Jugend, Kunst und Kultur.
Partner: Regionalmanagement Wipptal, Steinach (Lead Partner), Bezirksgemeinschaft Wipptal, Sterzing (Partner 1).
Gebiet III
DOLOMITI LIVE
Die als Dolomiti Live bezeichnete Region umfasst 99 Gemeinden der Gebiete Osttirol, Alto Bellunese und Pustertal. Diese drei Regionen verfügen über ein reiches, von der UNESCO anerkanntes Natur- und Kulturerbe und haben sich im Laufe der Geschichte mehrfach auf politischer Ebene getrennt und wiedervereinigt. Dank des CLLD-Ansatzes wird das grenzüberschreitende Gebiet zu einem einheitlichen Wirtschaftsraum. Die Strategie Dolomiti Live wird mit dem Ziel entwickelt, innovatives und nachhaltiges Wachstum im Territorium zu fördern. Die wichtigsten Handlungsfelder sind der demografische und soziale Wandel, die regionale Wertschöpfung, das Klima und die Natur, während die Digitalisierung ein Querschnittsthema ist, das alle Bereiche einbezieht.
Partner: Regionsmanagement Osttirol (Lead Partner); Bezirksgemeinschaft Pustertal (Partner 1); LAG Alto Bellunese (Partner 2).
Gebiet IV
HEurOpen
Der Name ist ein Akronym, das sich aus den Buchstaben der drei LAGs zusammensetzt, die an der grenzüberschreitenden Strategie mitarbeiten: Hermagor, Euroleader und Open Leader. Die Entwicklungsstrategie ist das Ergebnis der gemeinsamen Planungsarbeit der drei LAGs auf der Grundlage der Kontextanalysen und Indikationen, die bei den grenzüberschreitenden Gesprächsrunden im Rahmen des Projekts Smartborders 2020 entstanden sind.
Das Hauptziel ist der Aufbau lokaler Gemeinschaften, die:
a) zukunftsfähig, innovativ und in der Lage sind, den lokalen Wohlstand zu steigern;
b) im Gleichgewicht mit der Umwelt und den Ressourcen stehen;
c) Natur und Kultur in den Mittelpunkt ihrer Attraktivität stellen;
d) grenzüberschreitend integriert sind und von der Zusammenarbeit profitieren.
Dieses Ziel bringt die Zukunftsvision der Strategie und ihren einzigartigen Beitrag zu einem innovativeren, umweltfreundlicheren und widerstandsfähigeren, vernetzten, integrativen und bürgernahen Raum klar zum Ausdruck.
Partner: LAG Region Hermagor (Lead Partner); LAG Open Leader (Partner 1); LAG Euroleader (Partner 2).
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GEBIETE
der Zusammenarbeit
17.000
KM²
Fläche
480
TSD
Einwohner
Fokus Projekte
Erfolgsgeschichten
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2014-2020BIOS
Laut dem im Mai 2019 veröffentlichten IPBES-Bericht des Weltrates für biologische Vielfalt sind inzwischen m(...)
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2014-2020RESYST
Der Klimawandel hat einen großen Einfluss auf die Verhältnisse im alpinen Raum und stellt die Menschen, die (...)
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Dieses Kleinprojekt, das in der Region Dolomiti Live durchgeführt wurde, zielt auf die Bekämpfung von sexuel(...)
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2014-2020Videm
Die Förderung der Musikkultur im CLLD HEurOpen-Gebiet steht im Mittelpunkt des Projekts Via della Musica, das(...)